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Zukunft Trier 2025

Das strategische Konzept „Zukunft Trier 2025“, das unter Federführung des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik erstellt und fortgeschrieben wird, muss in diesem hier skizzierten Kontext gesehen werden. Die Stadt Trier hat bereits seit 1991 ein strategisches Zukunftskonzept erarbeitet, das nicht von externen Beratern erstellt, sondern von den lokalen / regionalen Akteuren gemeinsam mit eigenem Sachverstand als eigenes Produkt erstellt wurde. Hierzu wurde im Jahr 1992 das Forum „Zukunft Trier“ geschaffen, in denen alle wichtigen Vertreter der Trierer öffentlichen Institutionen und privaten Unternehmen vertreten sind. Dieser dauerhafte Prozess der Fortschreibung des Konzeptes ist somit ein Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung einer vertraglichen Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und privater Hand sowie zwischen verschiedenen öffentlichen Institutionen im Sinne einer Public Private Partnership und einer Public Public Partnership (PPP-Modell).

In den Vordergrund dieses Konzeptes wird insbesondere der Ausblick auf die absehbaren zukünftigen Entwicklungen und deren Bewertung als Chancen und Risiken gestellt. Hierzu wurden Visionen und konkrete Ziele sowie insbesondere wichtige Leitprojekte entwickelt und umgesetzt. Beispielhaft seien hier das Güterverkehrszentrum Trier, der Wissenschaftspark Trier oder das Dienstleistungszentrum Trier-Nord genannt. Ein weiteres Beispiel ist der Bereich der Konversion von ehemaligen militärisch genutzten Flächen. In Trier werden diese seit über fünfzehn Jahren mit Erfolg um- und neu genutzt. Diese sehr positiven Entwicklungen auf den Konversionsflächen wurden durch das strategische Entwicklungskonzept „Zukunft Trier 2020“ initiiert und somit eine strategische Weiterentwicklung der Gesamtstadt realisiert.

Auch wurde bei der Entwicklung und Fortschreibung des strategischen Konzeptes „Zukunft Trier 2025“ der wichtige Aspekt der Nachbarschaft der Stadt Trier zu Luxemburg in die Überlegungen miteinbezogen. Dies, da die Entwicklung der Stadt Trier auch durch die Entwicklung von Luxemburg beeinflusst wird. Aufgrund der geografischen Nähe existieren bereits heute vielfältige Verflechtungen zwischen Trier und Luxemburg, sei es im Hinblick auf den Arbeitsmarkt, das Wohnangebot oder den Einzelhandel. Daher sollen im Rahmen einer grenzüberschreitenden Kooperation gemeinsame Entwicklungsziele definiert und umgesetzt werden. Hierbei spielt auch die entgegengesetzte prognostizierte demografische Entwicklung eine große Rolle. Während die Bevölkerung in Luxemburg bis zum Jahr 2060 weiter wachsen wird, werden die Stadt Trier und die Landkreise der Region langfristig Bevölkerungsrückgänge verzeichnen müssen. Mit der Festlegung von strategischen Zieldefinitionen und -vereinbarungen über einen wünschenswerten zu erreichenden Zustand und die damit verbundenen Vorteile für die Entwicklung einer Stadt besteht die Chance, dass durch eine optimale Allokation von Finanzmitteln die Entwicklung der Stadt sowie ihrer Region (da die Stadt Trier als Oberzentrum und Regionalhauptstadt hier Verantwortung trägt) positiv beeinflusst wird.

Bei der Entwicklung des Trierer Zukunftskonzeptes wurden zwei Faktoren als Rahmenbedingungen definiert, die einerseits Risiken beinhalten, aber bei frühzeitigen und strategisch ausgerichteten Entwicklungsmaßnahmen auch Chancen bieten. Der erste Faktor, der auch die zukünftige Entwicklung der Stadt und der Region Trier stark beeinflussen wird, ist die absehbare künftige demografische Entwicklung. Zwar wird die Zahl der Bevölkerung laut der mittleren Variante der „Dritten regionalisierten Bevölkerungsvorausschätzung“ des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz bis zum Jahr 2030 noch leicht steigen, doch spätestens ab dem Jahr 2060 wird auch die Stadt Trier mit Einbußen bei der Bevölkerungszahl rechnen müssen. Der zweite Faktor, der eindeutige Rahmenbedingungen setzt, ist die städtische Finanzlage. Abhilfe kann hier nur eine florierende städtische Wirtschaft (im Sinne erfolgreicher Tätigkeiten privater Betriebe und Unternehmen), um auf der einen Seite den Haushalt teilweise zu konsolidieren und / oder auf der anderen Seite Investitionen in ausgewählten Schwerpunkten vornehmen zu können.

Das in diesem Zukunftskonzept definierte strategische Oberziel bzw. die Kern-Leitvision für eine langfristige Entwicklung der Stadt Trier wurde folgendermaßen definiert und festgelegt: „Trier 2025 – In Trier leben 110.000 Einwohner mit einer ausgewogenen Alters- und Erwerbsstruktur“. Diese Kern-Leitvision bedingt eine Ausrichtung der Stadtpolitik an den Bedürfnissen von Menschen bzw. Bewohnern der Stadt Trier. Hierbei wird von einer existenziellen Bedürfnisskala ausgegangen, für die folgende Handlungsfelder als prägend definiert wurden: 1. „Wirtschaft und Arbeit“, 2. „Bildung und Arbeit“ und 3. „Wohnen und Wohnumfeld“. Zukünftig soll mit diesen Schwerpunktsetzungen auch die strategische Ausrichtung der Finanz- und Investitionsplanung sowie die der räumliche Planung einhergehen.

Für die genannten prägenden und weiteren Handlungsfelder wurden spezielle Visionen und strategische Richtungsziele festgelegt, die bis zum Jahr 2025 durch definierte Ziele erreicht werden sollen. Das strategische Konzept „Zukunft Trier 2025“ bildet somit eine Arbeitsgrundlage für die Verwaltung der Stadt Trier sowie für alle für die zukünftige Entwicklung der Stadt Trier relevanten Institutionen. So z. B. Vertretungen der Wirtschaft, die Hochschulen und viele andere Entscheidungsträger. Das Konzept wird zudem in den kommenden Jahren fortlaufend an zukünftige Entwicklungen angepasst. Ziel ist eine annähernde Gleichausrichtung der für die Entwicklung der Stadt Trier bedeutsamen Institutionen hinsichtlich der verfolgten Entwicklungsziele und der daraus folgenden umzusetzenden Vorhaben.

Stadt Trier
Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Ansprechpartner
Dr. Johannes Weinand
T. +49 (0)651 / 7 18 – 11 29
Johannes.Weinand@trier.de
www.trier.de

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