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Das Tor zur Stadt

Bei seiner Eröffnung 1849 zeigte das klassizistische Bahnhofsgebäude eine städtebauliche Verbindung mit freier Sichtachse zur Innenstadt. Die Einweihung des Schwebebahnbahnhofs 1899 / 1900 machte den Döppersberg zum beeindruckenden Eingangstor der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele der umstehenden architektonischen Schätze zerstört. Die Stadtplaner der 50er- und 60er- Jahre strukturierten den Döppersberg gemäß dem Leitbild der „autogerechten Stadt“ zu einer komplexen Verkehrsfläche um, die den heutigen Anforderungen eines urbanen Standorts nicht mehr gerecht wird.

Die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds ist daher die zentrale Aufgabe der Stadtentwicklung der kommenden Jahre. Ziel ist es, zwei der wichtigsten Quartiere im Stadtgebiet – Innenstadt und Bahnhofsumfeld – wieder zusammenzuführen und aus einer heute vom Verkehr dominierten Fläche wieder ein lebenswertes und belebtes Areal zu entwickeln. Das neue Tor zur Stadt. Die historische Situation mit einer direkten Fußgängerverbindung hin zur Innenstadt soll durch eine Brücke über die Bundesallee wiederhergestellt werden. Die City wird von der Fußgängerzone bis zum Hauptbahnhof erweitert und der unverstellte Blick auf das historische Bahnhofsgebäude wieder eröffnet. Eine Absenkung der Bundesallee, einer der Hauptverkehrsadern der Stadt, ist hierfür erforderlich.

Zwei architektonisch ansprechend gestaltete Stadtplätze auf zwei Ebenen werden die Aufenthaltsqualitäten in diesem Bereich stark verbessern. Der großzügig gestaltete untere Platz bietet Raum für Veranstaltungen und Märkte. Der obere Platz vor dem Eingangsportal des historischen Bahnhofgebäudes wird mit Bäumen und Gräsern bepflanzt und hat dadurch mehr Verweilcharakter. Mit den großzügigen Freiflächen und den neuen Einkaufs-, Gastronomie- und Dienstleistungsangeboten wird ein einladendes und lebendiges Stadtquartier entstehen. Auf zwei Ebenen sind zudem rund 250 Parkplätze auf dem Parkdeck unter dem Busbahnhof sowie weitere Parkplätze unter der unteren Platzfläche geplant. Der zentrale Eingangsbereich des Bahnhofs, die Mall, liegt unterhalb des historischen Bahnhofs und wird barrierefrei über die neue Fußgänger- und Geschäftsbrücke erreichbar sein. Die Besucherströme werden über Treppen, Rampen und Aufzüge zu den Gleisen, zum Parkdeck und zum zentralen Busbahnhof geleitet. In der hellen und luftigen Mall mit großen Glasfassaden und auf der Galerie sind Geschäfte für den Reisebedarf und das DBReisezentrum untergebracht. Der Bereich wird durch befahrbare Lichtkuppeln vom oberen Platz natürlich belichtet. Planung, Umbau und Vermarktung des historischen Bahnhofsempfangsgebäudes übernimmt die Deutsche Bahn. Das Unternehmen will 12 Millionen Euro für die Sanierung des Bahnhofs und der Bahnsteige investieren.

Seit November 2011 gehen die baulichen Maßnahmen stetig voran. Aktuell wird mit den Hochbauarbeiten an Busbahnhof und Parkdeck sowie der Mall begonnen. Anfang 2013 wird sich der Blick auf das historische Bahnhofsgebäude verändern, der Flachdachanbau, eine Bausünde aus den 60er-Jahren, wird verschwinden.

Die erschlossenen Freiflächen im Bereich Döppersberg bieten auch attraktive Möglichkeiten für private Investoren: In exponierter Lage, direkt im Anschluss an den unteren Platz, steht ein Grundstück mit einer Fläche von rund 1.600 m² für eine Bebauung mit kerngebietstypischen Nutzungen wie Büro, Einzelhandel und Gastronomie zur Verfügung. Der untere Platz wird in Richtung Westen durch eine zusätzliche Geschäftspassage mit ca. 800 m² Nutzfläche eingefasst. Unter diesem ist zudem Raum für eine Tiefgarage mit etwa 400 Stellplätzen. Die Bahnhof und Innenstadt verbindende Brücke sieht eine Geschäftsbebauung von weiteren 800 m² vor. Insgesamt also ein innerstädtisches Filetstück für Investoren.

Das Land NRW und die Stadt Wuppertal werden rund 105 Millionen Euro in dieses städtebauliche Großprojekt investieren. Die Neugestaltung Wuppertal-Döppersberg, „Das neue Tor zur Stadt“, wird nach den aktuellen Planungen 2017 fertiggestellt sein.

Stadt Wuppertal
Ressort für Stadte ntwicklung und Städtebau

Ansprechpartner
Gunther Stoldt
T. +49 (0)202 / 5 63 – 61 13
F +49 (0)202 / 5 63 – 80 43
gunther.stoldt@stadt.wuppertal.de
www.doeppersberg.de

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Wuppertal

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